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Der Xolo
Der Xoloitzcuintle ist eine Rasse, die es sowohl nackt wie auch behaart gibt, wobei diese Hunde ursprünglich nackt gezüchtet wurden. Ein gewisser Prozentsatz von Welpen kommt allerdings behaart zur Welt. Der behaarte Xolo hat die gleiche Persönlichkeit und das gleiche Temperament wie seine haarlosen Wurfgeschwister.

Der behaarte Xolo braucht die gleiche Pflege wie jeder andere Hund mit Fell und sein Haarkleid kann von jeder Farbe, Beschaffenheit und Länge sein. Die nackte Xolo-Population zeigt eine Vielfalt von Hauttypen und Farben. Die Haut kann dünner oder dicker, trockener oder fettiger sein. Ein Xolo mit fettiger Haut muss unter Umständen jede Woche gebadet werden, während ein Hund mit trockener Haut eher selten ein Bad nehmen sollte. Eine milde Lotion oder ein feines Öl beruhigt und pflegt die Haut nach einem Bad. Helle nackte Xolos können Sommersprossen oder auch einen Sonnenbrand bekommen und sollten sorgfältig beobachtet  werden, damit ihnen bei Bedarf, wenn sie während des Tages draußen sind, ein Sonnenschutz aufgetragen werden kann.

Der Xoloitzcuintle ist eine der ältesten Rassen der westlichen Hemisphäre. Es wird angenommen, dass seine Ursprünge in Mexiko vor 3500 Jahren anzusiedeln sind. Er wurde von den Azteken und Mayas gezüchtet, die ihn sehr vielseitig einsetzten. Sie waren Begleithunde, Heiler, Proteinquelle, Opfertiere, Jäger und Bettwärmer.Da das Fleisch dieser Hunde als Delikatesse angesehen wurde, kam es fast zur Ausrottung der Rasse. Hundeliebhaber, die dies erkannten, unternahmen in den 1950iger Jahren Expeditionen zu entlegenen Dörfern auf der Suche nach Zuchthunden. Diese Xolos wurden zur Grundlage der modernen Xoloitzcuintle-Zucht.

Am 1. Mai 1956 begründete die Federacion Canofila Mexicana (FCM) ein Zuchtbuch und ein Zuchtprogramm für den Xoloitzcuintle. Die FCM entwickelte den Rassestandard, nach dem die Hunde beurteilt werden. Dieser wurde anerkannt vom der Federacion Cynologique International (FCI), dem Dachverband für die meisten Rassezuchtverbände der Welt. Die Xolos wurden der Gruppe 5, Spitze und Hunde vom Urtyp, zugeordnet. Der American Kennel Club erkannte die „Mexikanischen Nackthunde“ bereits im 19. Jahrhundert an, wobei diese Hunde mit den Xoloitzcuintle verwandt gewesen sein mögen. Mit dem Fortschreiten der internationalen Kommunikation wuchs die Erkenntnis, dass der korrekte Name für den echten nackten mexikanischen Hund Xoloitzcuintle war und nicht „Mexikanischer Nackthund“. Der AKC entzog dieser Rasse die Anerkennung in den 50iger Jahren, da sie zahlenmäßig unbedeutend wurde.

Der Xolo ist ein sehr ursprünglicher Hund, eine Rasse, bei der der Mensch Verhalten und Eigenarten nur wenig verändert hat. Der Xolo ist ein intelligenter, anhänglicher Kamerad und Wachhund. Xolos sind gewöhnlich recht ruhig und wachsam, aber es gibt durchaus unterschiedliche Temperamente innerhalb der Rasse. Xolos können hervorragende Haustiere sein und fühlen sich am wohlsten bei Menschen, die die Bedürfnisse eines sehr intelligenten Hundes kennen. Sie sind zurückhaltend bei Fremden, aber ihren Menschen treu ergeben und wunderbare Wachhunde. Gewöhnlich binden sie sich besonders an ein einzelnes Familienmitglied, sind aber auch für den Rest der Familie anhängliche Beschützer. Durch ihre Intelligenz sind sie hervorragende Gebrauchshunde und wurden ursprünglich in Mexiko als solche eingeordnet. Heute findet man Xolos in der Obedience, Agility und im Conformationring. Sie sind athletisch und besonders leistungsfähig in der Agility. Sie werden als Therapiehunde, als Behindertenbegleithunde und zum Erkennen medizinischer Notfälle eingesetzt. Die meisten sind jedoch nur einfach wunderbare Haustiere.Durch das Fehlen des Haarkleides fühlen sich nackte Xolos wärmer an als Hunde mit Fell, obwohl die Körpertemperatur die gleiche ist. Aufgrund dieses Wärmegefühls werden sie von manchen Menschen als Linderung für Schmerzen bei Arthritis und anderen chronischen Erkrankungen eingesetzt. Tatsächlich war dies eine ihrer traditionellen Aufgaben in den prä-kolumbianischen Gesellschaften.Der Xoloitzcuintle wird als eine sehr gesunde Rasse angesehen, bei dem wenige der Erbkrankheiten und chronischen Beschwerden auftreten, die bei einigen der modernen und beliebteren Rassen so häufig sind.

Da viele nackte Xoloitzcuintle auf dem Land und in entlegenen Dörfern in Mexiko leben, gibt es immerwährende Anstrengungen, neuen Blutlinien aus diesen isolierten Genpools einzubringen, um die Gesundheit der Rasse zu erhalten.

Die FCM in Mexiko registriert nackte Xolos nach einer genauen Untersuchung. Jeder Hund wird nach seiner Nähe zum Rassestandard beurteilt und kann, wenn er diesem ausreichend entspricht, registriert und zur Zucht eingesetzt werden um eine neue Zuchtlinie zu begründen. Augenblicklich registriert die FCM keine Xolos mit Fell. Sie können jedoch im Xoloitzcuintle Club der USA (XUSA) seit einer Novelle dessen Rassestandards vom 14. Januar 2006 voll registriert werden.Durch ihre XUSA-Registrierung stehen den auch den behaarten Xolos viele Agility- und Obedience-Clubs in den Vereinigten Staaten offen, ebenso etliche Conformation-Shows. Sie dürfen in den Conformationringen des Canadian Kennel Club ausgestellt werden und können dort an Agility- und Obedience-Wettbewerben teilnehmen. Es gibt drei anerkannte Größen des Xolo. Die kleinste davon sind die Miniaturhunde, dann die Mittelgröße und den Standard. Die Miniaturhunde können am Widerrist (der Punkt, wo der Hals in den Nacken übergeht, ungefähr auf Höhe der Schulterblätter) eine Höhe von ungefähr 25 cm haben, während die Standardgröße durchaus auch bei 55 cm liegen kann.

Ob Miniatur, Mittel oder Standard, nackt oder behaart, der Xoloitzcuintle ist ein intelligenter, loyaler und ergebener Gefährte.

eine weitere interessante Beschreibung finden Sie hier

 
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